Albert-Schweitzer-Realschule Remscheid-Lennep

 

Fahrt nach Buchenwald zum ehemaligen Konzentrationslager

 

 

 

Wie schon vor einigen Jahren begab sich die Geschichts-AG, diesmal unter der Leitung von Herrn Neumann, auf die lange, fünfstündige Tagesfahrt nach Weimar, um in Buchwald das ehemalige KZ zu besichtigen.

 

Diese Fahrt wäre nicht möglich gewesen, wenn uns der „Rotary-Club Remscheid“ nicht sehr großzügig unterstützt hätte.

 

Vorab vielen Dank, auch im Namen meiner Mitschülerinnen und Mitschüler, an unsere Lehrkräfte Herrn Neumann und Herrn Wolff, die uns so weit dies möglich gewesen ist, mit Behutsamkeit das schwere geschichtliche Thema gelehrt haben.

 

Um 5.30 Uhr trafen sich alle AG-Teilnehmer, Herr Wolff – unser Geschichtslehrer, Herr Neumann und - zu unserer aller Freude- kam als Unterstützung auch Frau Neumann mit, die zusammen ein ausgezeichnetes Team abgaben.

Während der Fahrt befanden wir uns alle noch in unserer „heilen Welt“, bis man uns kurz nach der Ankunft das Mahnmal zeigte, das durch den Nebel nur schwer erkennbar war. Da wurde es ganz still, und man spürte förmlich, wie allen ein Schauer über den Rücken lief.

 

 

 

 

Mahnmal aus der Nähe betrachtet

 

 

Nachdem wir uns die drei Massengräber angesehen haben, ging es weiter zur Gedenkstätte.

 

 

Da die Führung erst für 13.30 Uhr geplant war, hatten wir noch Gelegenheit, uns ein eigenes Bild von Buchenwald zu machen. Uns war bei jedem Schritt bewusst, an welchem Ort wir uns befanden und was für schreckliche Dinge sich hier ereignet haben.

 

 

 

   

Auf dem Gelände, im Hintergrund Krematorium

 

Herr Neumann mit Geschichts-AG auf Erkundungstour der Örtlichkeiten

 

 

 

Der erste Eindruck war erschreckend.

Alles, was wir vorher im Unterricht besprochen hatten, ergab plötzlich einen Sinn, fehlende „Puzzleteile“ fügten sich nun auf grausame Art und Weise ineinander

 

 

  

 

    

Lagertor, ehemaliges Konzentrationslager Buchenwald

 

 

 

 

Das große Eisentor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“ ging uns allen nach diesem Erlebten nicht mehr aus dem Kopf. Es hat die Bedeutung:

 

„Das Lagertor trägt die Inschrift „Jedem das Seine“, welche vom Appellplatz aus zu lesen ist. Diese auf den ersten Blick widersinnige Inschrift war gezielt gewählt. Sie sollte die Inhaftierten täglich im negativen Sinne daran erinnern, dass sie nur das bekommen, was sie verdienen. Buchenwald war das einzige Konzentrationslager, das diese Inschrift trug.“ (Wikipedia)

 

 

 

 

 

 

 

  

Begehung des ehemaligen Krematoriums

 

 

SuS, konfrontiert mit hautnaher Geschichte

 

Mit jedem Schritt wurde uns bewusster, welche unvorstellbaren Qualen hier die Menschen erleiden mussten. Es entstanden Bilder der Menschen, der Angst, des Hungers und auch der Hoffnung - Hoffnung auf eine Rettung.

Das ehemalige Kammergebäude – Aufbewahrungsort der Kleidung und der persönlichen Habe der KZ-Häftlinge – ist heute Ort der ständigen Ausstellung zur Geschichte des KZ.

Wir konnten auch das Krematorium besichtigen: Dort sahen wir einen Raum, der mit einem Leichentisch ausgestattet war. Auf diesem Tisch wurden die Leichen seziert. Auch die Verbrennungsöfen sahen wir.

All dies machte uns sehr traurig, einige haben geweint.

 

 

   

Vor dem Verwaltungsgebäude des Lagerkommandanten

 

"Unsere Fußkranke" mit durchnässten Mitschülerinnen

 

Er herrschten damals grauenhafte, für uns einfach unvorstellbare Zustände. Man wurde sehr traurig und betroffen.

Das Leben im KZ war Menschen verachtend. Was die Menschen dort erleiden mussten, war ihren Aufsehern egal. Wir erfuhren viele uns noch unbekannte Dinge über diese grausame Zeit.

 

Denn auch wenn die Zeit des Nationalsozialismus nun Gott sei Dank der Vergangenheit angehört, so ist es dennoch ein Teil der deutschen Geschichte, und sie sollte niemals in Vergessenheit geraten.                                                                             

 

Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch in die Innenstadt von Weimar und besichtigten die Altstadt, unter anderem auch das Deutsche Nationaltheater, die Wohnhäuser von Schiller und Goethe.

 

 

 

Herr Wolff, Frau Neumann vor dem Deutschen Nationaltheater

 

 

 

   

Wohnort von F. Schiller

 

Haus von J. W. Goethe

 

 

 

                                                                                                                Text: Laura Geuss, Klasse 10 a       Fotos: Herr Neumann, Herr Wolff

 

Anmerkung der Redaktion: Herr Neumann wird sich zum Schuljahresende in den wohlverdienten Ruhestand begeben. Vielleicht macht er aus dem Ruhestand ja gar einen "Unruhezustand" und begleitet auch zukünftig ab und an eine Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler zu Zeitzeichen und auch Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts. Ihnen und Ihrer Frau alles Gute!

 

 

 

 

 

 

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